Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Aachen

Hans von, * 1552 Köln, † 4.3.1615 Prag, Maler

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Nach Lehrzeit bei dem Porträtmaler Georg Jerrigh in Köln 1574-1588 in Venedig und Rom tätig. In Florenz, wo er Bildnisse für die Medici schuf, traf er Joseph Heintz. 1587 erste Aufträge durch die Fugger und am Münchener Hof. Ab 1597 am Hof Kaiser Rudolfs II. in Prag, der ihn bereits 1592 zum Kammermaler ernannt hatte. Der mit einer Tochter Orlando di Lassos verheiratete Maler wurde 1604 geadelt. Sein bevorzugtes Betätigungsfeld waren Allegorien, Genreszenen nach biblischen Themen und Porträts. In der Bartholomäuskapelle in St. Ulrich und Afra, der Grablege Philipp Eduard Fuggers, befindet sich eine ’Marienkrönung durch die Heilige Dreifaltigkeit’ (1596). Das Ölgemälde zeigt eine größere Nähe zu Dürers Holzschnitt als zu zeitgenössischer italienischer Kunst. Zweifelsfrei einer der bedeutendsten Maler des sogenannten Zweiten Deutschen Manierismus, der rudolfinische Hofkünstler par excellence, der oft komplizierte Bildprogramme mit barocken Elementen und venezianischer Farbigkeit bereicherte.

Die Welt im Umbruch 2, 1980, 95-97; Eliška Fučíková, Die Malerei am Hofe Rudolfs II., in: Prag um 1600, 1988, 177-192; Allgemeines Künstlerlexikon 1, 1992, 2-5.
Selbstbildnis (Hans von Aachen)

Selbstbildnis (Hans von Aachen)



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