Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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A. B. v. Stettensches Institut

(Am Katzenstadel 18a)

Von: Madlen Bregenzer / Redaktion (Stand: 11.1.2012)

  • Die 1777 verwitwete, kinderlose evangelische Patrizierin Anna Barbara von Stetten stiftete mit Testament vom 9.5.1803 für die Gründung einer ’Bürgerlichen Töchterschule’ mit Internat 90.000 Gulden und ihre Häuser am Annaplatz (heute: Martin-Luther- Platz 3). Für Waisen standen 12 Schul- und sechs Internatsfreiplätze zur Verfü­gung. Ein besonderer Fonds war für Aussteuerbeihilfen bestimmt. Eröffnung am 2.1.1806 mit 21 Schülerinnen. Erste Direktorin war die Patentochter der Stifterin, Maria Barbara Degmair. Ab ca. 1840 Aufnahme von Töchtern königlicher Beamter als einzige evangelische Anstalt mit Internat in Bayern. 1855 ca. 150 Schülerinnen. Erweiterungsbauten bis 1913. Ab 1911 sechsklassig mit zweijähriger ’Selecta’ und Abschluss als Erzieherin. Ab 1938 Oberschule, 1941 erstes Abitur. Ab 1945 Gymnasium dreizügig und Realschule zweizügig. 1961 Umzug des Internats vom Martin-Luther-Platz in die Lange Gasse 11. 1969 Bezug des Schulneubaus (Architekt: Hans Schrammel) unter Einbeziehung des Geschützgießhauses, das als Bibliothek genutzt wird. Der Stiftungsauftrag als Mädchenschule blieb erhalten. Die Schule umfasst heute ein Gymnasium mit sprachlicher und naturwissenschaftlich-technologischer Ausbildungsrichtung und eine Realschule mit wirtschaftskundlicher, sprachlicher und musisch-sozialer Profilierung, außerdem ein Tagesheim und ein Internat für Mädchen, verbunden mit dem Anna-Kolleg. Stettenbund seit 1916, Kreis der Förderer des Instituts seit 1972.

Festschrift zur Feier des 175jährigen Bestehens der A. B. v. Stettenschen Stiftungen in Augsburg, 1980; Martin Nießeler, Augsburger Schulen im Wandel der Zeit, 1984, 203-208; M. Schneider, Das A. B. v. Stettensche Töchterinstitut in Augsburg, in: Der lange Schulweg der Mädchen, 1991, 24-27; Madlen Bregenzer, Anna Barbara von Stetten, geb. von Amman, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 87 (1994), 143-162; Homepage (www.stetten-institut.de).



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