Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Altenstetter

David (Altenstadt, Altenstedter, Attemstett, Attemstetter), * um 1547 Colmar, † 1617 Augsburg, Emailleur, Goldschmied

Von: Günther Grünsteudel / Prof. Dr. Wilhelm Liebhart (Stand: 29.4.2014)

  • Kam 1567 als Geselle nach Augsburg; 1570 erstmals in den Steuerbüchern erwähnt. 1573 Meisterrecht und Heirat. 1587-1595 Vorgeher (wahrscheinlich Mitglied der Schmiedezunft). 1600 als Witwer zweite Heirat. Seine Spezialität war die Technik des Tiefschnittemails (Goldschmiede) auf Silber- und Goldplaketten, die vor allem auf von anderen Goldschmieden gefertigten Gegenständen angebracht waren. Als Emailleur führender Meister seiner Zeit und hervorragender Künstler unter den Augsburger Gold- und Silberschmieden. Überliefert sind u. a. Arbeiten für den Münchner Hof, für die Fugger in Kirchheim, für Kaiser Rudolf II., der ihn 1610 zu seinem Kammergoldschmied ernannte, und für den Pommer'schen Hof (’Pommerscher Kunstschrank'). Schuf u. a. auch Pokale und reich verzierte Uhrengehäuse.

Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler 1, 1907, 350; Neue deutsche Biographie 1, 1953, 217 f.; Helmut Seling, Die Kunst der Augsburger Goldschmiede 1529-1868, 1980; Welt im Umbruch 2, 1981, 284; Dieter Alfter, Die Geschichte des Augsburger Kabinettschranks, 1986; Allgemeines Künstlerlexikon 2, 1992, 686 f.; Silber und Gold, 1994; Barbara Mundt, Der Pommersche Kunstschrank des Augsburger Unternehmers Philipp Hainhofer für Herzog Philipp II. von Pommern, 2009.



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