Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Augustusbrunnen

(Rathausplatz)

Von: Ulrich Kirstein / Günther Grünsteudel (Stand: 1.3.2011)

  • 1588-1594 entstanden zur 1600-Jahr-Feier der Stadt, auf deren Gründung unter Kaiser Augustus die Bronzestatue anspielt. Modelliert von Hubert Gerhard, gegossen vom Stadtgießer Peter Wagner. Der erste der Augsburger Prachtbrunnen wurde am 17.4.1594 auf dem damaligen Eiermarkt geweiht. Der Augustusbrunnen geht in seiner Anlage auf italienische Vorbilder zurück: So leiten sich die Liegefiguren von Lech, Wertach, Brunnenbach (Brunnenlech) und Singold auf den Ecken des vierpassförmigen Beckenrands vom Neptunbrunnen Giovanni da Bologna’s in Bologna und dem gleichnamigen Brunnen Ammanati’s in Florenz her. Trotzdem gehört der Augustusbrunnen mit seiner gelungenen Verbindung von anspruchsvollem Bildprogramm und ausgewogener Komposition der Formen zu den eigenständigen Meisterleistungen des Manierismus. Der Brunnenpfeiler wurde 1749 in Rokokodekor erneuert, Becken und Pfeiler sind Kopien. In den 1990er Jahren wurde das gesamte Figurenensemble aufwendig restauriert, dabei wurde die Figur des Augustus durch eine von der Messerschmitt-Stiftung (Messerschmitt) finanzierte Kopie ersetzt; das Original steht heute im Innenhof des Maximilianmuseums.

Helmut Friedel, Bronzebildmonumente in Augsburg 1589-1606, 1974, 28-58; Bruno Bushart, Die Augsburger Brunnen und Denkmäler, in: Welt im Umbruch 3, 1981, 82-94, 82-85; L. O. Larsson, Die großen Brunnen und die Stadterneuerung um 1600, in: Elias Holl und das Augsburger Rathaus, 1985, 135-146; Augsburger Allgemeine, 23.2., 21.5.1994; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 370-372; Der Augustusbrunnen in Augsburg, 2003; Dorothea Diemer, Hubert Gerhard und Carlo di Cesare del Palagio 1, 2004, 220-241; Julian Jachmann, Städtische Rechte und Traditionen, in: Brunnen in der europäischen Stadtgeschichte, 2008, 193-206.



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