Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Christkindlesmarkt

Von: Helga Hoffmann (Stand: 2.9.2009)

  • Erste Erwähnung eines Weihnachtsmarkts in Augsburg in einem Ratsprotokoll von 1498, wo es heißt, dass am Samstag nach St. Thomas 'so zu Weyhemarkt zeiten Lebzelten wie von alter herkommen' an Ständen auf dem 'Berlach (Perlach), oder vor unser lieben Frauen Kirchen' (Dom) feilgeboten wurden. Ob der Markt fortbestand, ist ungewiss. Es wird vermutet, dass dem für 1808 belegten dreitägigen 'Nicolaimarkt' vor St. Moritz ein Markt vorausging, der von Oberhauser Krippenschnitzern beschickt wurde. In den 1950er Jahren setzte sich die Benennung Christkindlesmarkt für den ab 1952 auf dem Elias-Holl-Platz, ab 1961 in der Fuggerstraße und seit 1963 auf dem Rathausplatz abgehaltenen Weihnachtsmarkt durch. Aus einer Dauer von anfänglich drei Tagen wurden mehr als vier Wochen. Parallel zum Marktgeschehen Rahmenprogramm in Zusammenarbeit von Regio Augsburg Tourismus GmbH, Marktamt und Kulturbüro: u. a. Eröffnung durch den Oberbürgermeister, musikalische Darbietungen. Das seit 1977 an jedem Samstag und Sonntag auf dem Balkon des Rathauses gezeigte 'Augsburger Engelesspiel' ist den Engeldarstellungen auf dem Gemälde 'Basilica S. Maria Maggiore' von Hans Holbein d. Ä. (Staatsgalerie Augsburg) nachempfunden.

Stadtarchiv Augsburg, Bestand 49/Akte 1462, Bestand 50/Akte 1585: Ratsprotokolle 1498-1500 Nr. XII b (neu Nr. 13) 64; Amtsblatt der Stadt Augsburg 51, 1953.



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