Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Demmler

Johann Michael, * vor 28.9.1748 Hiltenfingen, † vor 6.6.1785 Augsburg, Domorganist, Pianist, Komponist

Von: Prof. Dr. Hermann Ullrich (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Bis 1765 Kapellknabe am Dom; bis 1769 Student am Lyzeum des Jesuitenkollegs St. Salvator. 1768/69 und 1771-1776 Marianer, 1770-1779 Domorganist. Nach dem Tod seines Lehrers Giulini (1772) bis zur Enthebung von allen kirchenmusikalischen Ämtern (1779) verantwortlich für die Instruktion der Kapellknaben im Choralgesang, Violin- und Orgelspiel. Zu seinen Schülern zählten die späteren Domkapellmeister Drexel und Bühler. Am 22.10.1777 konzertierte Demmler in Augsburg zusammen mit Johann Andreas Stein und Wolfgang Amadé Mozart in dessen Konzert für drei Klaviere (KV 242). Mozart empfahl ihn seinem Vater als Domorganist für Salzburg. Seinen gefälligen, italienisch beeinflussten Stil erweisen ca. 15 geistliche Solo-Arien und Duette, sieben Messen, ein Gloria und eine Sinfonia, die handschriftlich in verschiedenen süddeutschen und schweizerischen Bibliotheken erhalten sind; daneben zahlreiche Bühnenmusiken. 1771-1785 und noch Jahre nach seinem Tod wurden am Theater von St. Salvator Kantaten und Singspiele von seiner Hand, darunter auch szenische Fastnachtsmusiken, aufgeführt (Periochen in der Staats- und Stadtbibliothel Augsburg).

Christian Friedrich Daniel Schubart, Ideen zu einer Ästhetik der Tonkunst, 1806, 216; Mozart, Briefe und Aufzeichnungen 2, 1962, 84, 522; 5, 1971, 372; Franz Krautwurst / Wolfgang Zorn, Bibliographie des Schrifttums zur Musikgeschichte der Stadt Augsburg, 1989; Hermann Ullrich, Johann Chrysostomus Drexel, 1991, 62-68, 76-86.



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