Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Diözesanmuseum St. Afra

(Kornhausgasse 3-5)

Von: Dr. Stefan Miedaner / Günther Grünsteudel (Stand: 10.3.2011)

  • Anregungen zur Gründung eines Museums für kirchliche Altertü­mer und Kunstgegenstände der Diözese Augsburg reichen in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Von 1910 bis 1989, als das Domkapitel beschloss, im Nordflügel des Domkreuzgangs ein eigenes Diözesanmuseum zu errichten, befand sich das ’Kirchliche Museum der Diözese Augsburg’ als Dauerleihgabe im Maximilianmuseum. Das Diözesanmuseum St. Afra öffnete am 3.7.2000 seine Pforten. Die Sammlung wird in fünf Räumen präsentiert, die unmittelbar an den Kreuzgang an der Nordseite des Domes anschließen. Dafür stehen ein Neubau von 1995, zwei Räume aus den 1950er Jahren sowie der alte romanische Kapitelsaal und eine Kapelle von 1484 ('Schneiderkapelle') zur Verfügung. Die Dauerausstellung wird durch Wechselausstellungen und zeitgenössische Kunst ergänzt. Zu den wertvollsten Exponaten der Dauerausstellung zählen die Bronzetür des Augsburger Doms (1065), eines der Hauptwerke mittelalterlicher Bronzeplastik, eine Sammlung frühmittelalterlicher und barocker Textilien mit zwei Messgewändern des hl. Ulrich, die Funeralinsignien Kaiser Karls V., liturgische Geräte aus romanischer und gotischer Zeit, darunter ein Kreuzreliquiar von 1522 aus dem Domschatz und der sog. Oettinger Tragaltar aus dem 12. Jahrhundert.

Melanie Thierbach, Das neueröffnete Diözesanmuseum St. Afra in Augsburg, in: Schönere Heimat 89 (2000), 4, 249-252; Das Diözesanmuseum St. Afra in Augsburg, 2000; Pankraz Fried, Zum historischen Ort und Ambiente des neuen Diözesanmuseums St. Afra in Augsburg, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 36 (2002), 483-496; Melanie Thierbach, Diözesanmuseum St. Afra, in: Museum aktuell 116 (2005), 19-20.



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