Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Eberl

Ulrich (Eberlin), † 1595 Augsburg, Goldarbeiter

Von: Dr. Hannelore Müller (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Meisterrecht 1555, zeitweise Vorgeher der Zunft und Mitglied des Großen Rats. Gehörte zum Kreis jener Augsburger Künstler, die für die bayerischen Herzöge Albrecht V. und Wilhelm V. arbeiteten. In den Hofzahlamtsrechnungen zusammen mit Abraham Lotter genannt. Da der Hof die Künstler zur Geheimhaltung ihrer Werke und der angewandten neuen Techniken verpflichtete, fehlen exakte Kenntnisse, die genaue Zuschreibungen der Werkanteile einzelner Meister erlaubten. Es dürfte aber sicher sein, dass von Eberl die goldenen, emaillierten Schmuckbeschläge des um 1570 entstandenen Kristallschreins (München, Schatzkammer der Residenz) stammen, während die Zuschreibung der Goldemails an den Münchner Altärchen, vor allem am Hausaltar Albrechts V. (ebenda), nicht ganz unstrittig ist. Allein schon die Beteiligung an diesen überragenden Werken des Manierismus bezeugt außergewöhnliches Können und hohe Wertschätzung.

Anton Werner, Augsburger Goldschmiede 1346-1803, 1913, Nr. 437; Berndt Ph. Baader, Der bayerische Renaissancehof Herzog Wilhelms V., 1943, 262; Ulla Krempel, Augsburger und Münchner Emailarbeiten des Manierismus aus dem Besitz der bayerischen Herzöge Albrecht V., Wilhelm V. und Maximilian I., in: Münchner Jahrbuch der Bildenden Kunst 3. Folge 18 (1967), 125-186; Helmut Seling, Die Kunst der Augsburger Goldschmiede 1529-1868 1, 1980, 58, 62, 3, Nr. 693.



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