Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Fauna

Von: Dr. Michael Achtelig (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Dieselben klimatischen und geologischen Bedingungen, denen die Flora von Augsburg ihren Artenreichtum verdankt, prägten auch die Tierwelt. Besonders der ehemals ungezähmte, Geröllmassen und Hochwässer führende Lech mit einem ständig sich ändernden Netz fließender und stehender Wasserläufe ließ auf unzähligen Schotterinseln und in einem breiten Auwaldgürtel eine bunte Palette unterschiedlichster Biotope mit jeweils charakteristischem Tierbestand entstehen. Abgesehen von jagdkundlichen Beobachtungen an Säugetieren und Vögeln in vergangenen Jahrhunderten begann die systematische Erforschung der Augsburger Tierwelt erst im 19. Jahrhundert. Noch während der bis heute nicht abgeschlossenen Bestandsaufnahme wurden infolge von Flussregulierung, rigorosem Landschaftsverbrauch und anderen Umweltveränderungen viele Arten ausgerottet. Bisher wurden in Augsburg und seiner nächsten Umgebung ca. 50 wild lebende Säugetierarten gefunden, davon nach 1945 noch 35 (mit 11 Fledermausarten); ca. 220-250 Vögel, davon 1982 im Stadtkreis Augsburg 83 als Brutvögel; 6 Reptilien und 13 Amphibien (1998 noch 8); ca. 30 Fischarten, heute nur noch 10 regelmäßig und 10-13 sehr selten; 4000 Insektenarten mit ca. 800 Tag- und Nachtfaltern, 1900 Käfern, ca. 700 Fliegen und Mücken und ca. 700 Arten anderer Ordnungen, die, wie z. B. die Bienenartigen, mit nur ca. 200 nachgewiesenen Arten aber nur unvollständig erfasst sind. Von anderen sehr artenreichen Tierstämmen fehlen faunistisch verwertbare Aufzeichnungen.

Berichte des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben 6 (1853) ff.; Berichte der Naturforschenden Gesellschaft Augsburg 1 (1948) ff.; Reinhard Waldert, Stadt Augsburg, Biotopkartierung, Erfassung der Lebensräume von Amphibien und Reptilien, 1983.



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