Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Fischer

Johann, * 25.9.1646 Augsburg, † um 1716 Schwedt, Komponist

Von: Dr. Josef Mančal / Günther Grünsteudel (Stand: 22.03.2011)

  • Sohn eines Spielmanns, bis 1661 musikalische Ausbildung bei Tobias Kriegsdorfer, dann bei Samuel Capricornus in Stuttgart und 1665-1670 bei Jean-Baptiste Lully in Paris. 1673 ist er als Mitglied der Stuttgarter Hofkapelle nachweisbar. 1674 kehrte er nach Augsburg zurück. 1675 Beisitz und Aufnahme unter die evangelischen Hochzeitsmusikanten. 1677 Musiker an der Barfüßerkirche. Sein erstes gedrucktes Werk, eine mit Jakob Scheiffelhut und Johann Abraham Schmierer komponierte Trauermusik, erschien 1680 in Augsburg. 1683-1686 Violist in der Ansbacher Hofkapelle des Markgrafen Johann Friedrich. 1690/91-1697 Kapellmeister Herzog Friedrich Casimirs von Kurland in Mitau (Lettland). 1699/1700 vermutlich in Sachsen und Polen, 1701-1704 Konzertmeister Herzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg in Schwerin; in der Folge Aufenthalte in Kopenhagen, Bayreuth, Schwerin, Stralsund, Stettin und Stockholm. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er als Kapellmeister des Markgrafen Brandenburg-Schwedt in Schwedt. Neben Scheiffelhut einer der ersten Vertreter des französischen Instrumentalstils in Deutschland. Einer der begabtesten deutschen Suitenkomponisten seiner Zeit.

Bronislawa Wójcikówna, Johann Fischer von Augsburg als Suitenkomponist, in: Zeitschrift für Musikwissenschaft 5 (1922/23), 129-156; Neue deutsche Biographie 5, 1961, 189 f.; Franz Krautwurst / Wolfgang Zorn, Bibliographie des Schrifttums zur Musikgeschichte der Stadt Augsburg, 1989; Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil 6, 22001, 1259-1262; The new Grove dictionary of music and musicians 8, 22001, 893.



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