Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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St. Georg und Michael

(Von-Cobres-Straße 8)

Von: Günther Grünsteudel / Jürgen Wagner (Stand: 20.8.2009)

  • Seit 1006 besaß das Kloster St. Ulrich und Afra das Patronat über die älteste Gögginger Pfarrei, das 1764 an das Hochstift Augsburg überging; das Zehntrecht blieb bis 1802 beim Kloster. Die Kirche geht auf einen spätromanischen Bau aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück, von dem die fünf unteren Geschosse des in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts um zwei weitere Geschosse aufgestockten Turms erhalten sind. 1713 Neubau von Chor und Langhaus (Stuckierung durch Matthias Lotter). Kanzel von 1720, Obergeschoss des Turms von 1736. Umgestaltung des Innenraums 1750/60 und 1788. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche innen und außen einschneidend verändert: 1925 Verlängerung des Langhauses um zwei Achsen, 1928 Hochaltar in Neurokoko-Formen. Letzte Restaurierung 1962/63. 1976 Weihe eines nach Papst Johannes XXIII. benannten Gemeindehauses (Roncalli-Haus). Die Pfarrei zählt derzeit 5059 Gemeindemitglieder (Stand: 1.1.2009). Aus der Gemeinde St. Georg und Michael ging die 1985 errichtete und seit 1988 selbstständige Kuratie St. Johannes Baptist (Friedrich-Ebert-Straße 10) mit derzeit 2078 Gemeindemitgliedern hervor.

Peter Rummel, Katholisches Leben in der Reichsstadt Augsburg (1650-1806), in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 18 (1984), 151 f.; 275 Jahre Pfarrkirche St. Georg und Michael, 1988; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 286-288; Ulrike Laible, Bauen für die Kirche, 2003, 204.



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