Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Hans

von Hildesheim, † 1487 Augsburg ?, Baumeister

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • In der Klosterchronik des Wilhelm Wittwer von St. Ulrich und Afra wird 1467 ein in der Dombauhütte beschäftigter Magister Hans von Hildeshain erwähnt, der im gleichen Jahr gleichberechtigt mit Valentin Kindlin als Werkmeister des Neubaus von St. Ulrich und Afra fungierte, nach dessen Einsturz 1474 aber nicht wieder verpflichtet wurde. Er nahm in Augsburg insgesamt eine wichtige Position ein, war gleichermaßen für Dom und St. Ulrich und Afra tätig und mehrmals Schlichter und Gutachter bei Baustreitigkeiten. Die neuere Literatur setzt ihn mit dem Baumeister Franz von Werd gleich, woraus sich ergeben würde, dass er seit 1456 in Augsburg ansässig war und 1487 hier starb. Sein Hauptwerk dürfte der Westflügel des Domkreuzgangs darstellen, nicht jedoch der Ostchor oder die Seitenschiffe (Thieme-Becker). Profilierteste Baumeisterpersönlichkeit vor dem Auftreten Burkhard Engelbergs in Augsburg.

Bruno Bushart, Kunst und Stadtbild, in: Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, 21985, 231; Franz Bischoff, Die Augsburger Dombaumeister zwischen ca. 1460 und 1520, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 85 (1992), 7-37; Denis A. Chevalley, Der Dom zu Augsburg, 1995, 417.



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