Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Hartwig

Bischöfe von Augsburg

Von: Prof. Dr. Georg Kreuzer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1) Hartwig (I.) von Lierheim, † Jan. 1184 Augsburg, Bischof von Augsburg 1167-1184. Entstammte dem Edelfreiengeschlecht von Lierheim (Ries). Als Anhänger der Staufer verlieh er 1167 die Vogtei über den Augsburger Dom Kaiser Friedrich I. Ließ 1183 die Gebeine des heiligen Ulrich erheben und wies im gleichen Jahr dem Augustiner-Chorherrenstift St. Georg einen eigenen Pfarrsprengel zu.
  • 2) Hartwig (II.), † 30.8.1208 Augsburg, Bischof von Augsburg 1202-1208. Außerehelich geboren, blieb er bis zu seinem Tod Elekt, d. h. erwählter, aber nicht geweihter Bischof. Im deutschen Thronstreit (1198-1212) stand er auf Seiten der Staufer, unterhielt aber auch gute Beziehungen zu Papst Innozenz III. Schlichtete 1207 einen Streit zwischen St. Stephan und Bruno von Eberstall. Den Kirchen von Augsburg, insbesondere dem Dom, vermachte er elf Pfund Augsburger Münze.

Friedrich Zoepfl, Das Bistum Augsburg und seine Bischöfe im Mittelalter, 1955, 144-148, 156-159; Rieser Biographien, 1993, 228.



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