Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Hasenbräu AG

(Konrad-Adenauer-Allee 33)

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1815 erwarb Matthias Rösch († 1855) das Bierschenkenhaus ’Zu den drei Glas’ (ab 1801 auch ’Zum Hasen’), Bäckergasse 17 (Lit. A 334), in dem seit dem 16. Jahrhundert eine Brauerei nachgewiesen ist. Durch Ausbau der Anlage (1820/46 Erwerb der Anwesen Lit. A 333 und A 335) wurde die Bierproduktion bis 1850 verdreifacht. 1858 übernahm sein Sohn Josef Matthias Rösch († 1907) den Betrieb und führte die Expansionspolitik fort. Im Zusammenhang mit Neubauplänen auf dem heutigen Firmengelände (Areal des ehem. Kapuzinerklosters) erfolgte 1890 die Umwandlung der Brauerei in eine AG (’Aktienbrauerei zum Hasen vorm. J. M. Rösch’). Nach Inbetriebnahme der neuen Braustätte und Kauf der ’Exportbrauerei Schnapperbräu’ (1899) wurde die Produktion im Stammhaus (seit 1902: Gaststätte ’Zur alten Hasenbrauerei’, 1944 zerbombt) aufgegeben. Es folgten Übernahmen kleinerer Betriebe und Fusionen mit der ’Brauerei Lorenz Stötter AG’ (1920), der ’AG Kronenbräu vorm. M. Wahl’ (1921) und der ’Aktienbrauerei Augsburg, vorm. J. M. Vogtherr’ (1924). In der Nachkriegszeit übernahm man den Braubetrieb des Klosterbräu Scheyern (1950) sowie Betriebsteile und -rechte der ’Prügelbrau Augsburg GmbH’ (1973), der ’Fortunabräu Georg Streit KG’ (1975) und des Bürgerlichen Brauhauses Göggingen (1992). In den 1960er Jahren wurden alkoholfreie Getränke in die Produktion aufgenommen. 1980 Umbenennung in ’Hasen-Bräu AG’. Die seit den 1930er Jahren stärker engagierte Bayerische Vereinsbank verkaufte 1996 ihre Aktienmehrheit (77 %) an Jannik Inselkammer. Gegen eine Beteiligung trat die AG 1997 ihre Betriebsrechte an die Tucher-Bräu-KG (Inselkammer-Gruppe) ab; die Brauerei firmiert seit 1998 als ’Hasenbräu Brauereibetriebsgesellschaft’ und beschäftigt ca. 170 Mitarbeiter, der Getränkeausstoß liegt bei ca. 340.000 hl (davon 140.000 alkoholfrei).

Hans Eberlein, 350 Jahre Hasenbrauerei Augsburg, 1939; H. Koch, Die Hasenbrauerei in Augsburg, 1966; Alte Firmen der Stadt und der Wirtschaftsregion Augsburg, 1993, 130 f.



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