Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Hauptbahnhof

(Viktoriastraße 1)

Von: Prof. Dipl.-Ing. Wilhelm Ruckdeschel / Günther Grünsteudel (Stand: 16.10.2009)

  • Der 1839/40 vor dem Roten Tor von Georg Gollwitzer errichtete Kopfbahnhof für die am 4.10.1840 eröffnete private Eisenbahnlinie München-Augsburg dient seit 1920 als Straßenbahndepot. 1844 entstand für die Linie Augsburg-Donauwörth, eine der ersten Teilstrecken der 1854 fertiggestellten ’Ludwig-Süd-Nord-Bahn’ Lindau-Hof, der Bahnhof Oberhausen. Die Augsburger Bahnhöfe waren durch Pferdebahnen miteinander verbunden. Erst nach dem Beschluss, die Strecke München-Augsburg an die projektierte Transversale Lindau-Hof anzubinden, wurde auf dem Rosenauberg westlich der Altstadt nach Plänen Eduard Rübers in klassizistischen Formen ein Hauptbahnhof als Durchgangsbahnhof erbaut und am 1.7.1846 in Betrieb genommen. An- und Umbauten bereits 1852, 1856 Aufstockung des Mittelbaus. Den bis heute erhaltenen geschlossenen Gesamteindruck erhielt der Hauptbahnhof 1869/71 durch Friedrich Bürklein, der einen Umbau im Stil des romantischen Spätklassizismus vornahm. 1983/84 umfassende Renovierung, Wiederherstellung der architektonischen und farblichen Gliederung. Ältestes noch in Betrieb befindliches Empfangsgebäude Deutschlands. 1985 Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, dessen Zentrum ein von Theo Bechteler gestalteter und Renaissanceformen aufgreifender Schalenbrunnen bildet. In den letzten Jahren betrafen Um- und Ausbaumaßnahmen die Bahnhofshalle, das Kundenzentrum der Deutschen Bahn, den Gastronomie- und Shoppingbereich und die Bahnhofsbücherei.
  • Bahnhofstraße (Bahnhofs- und Bismarckviertel, Amtlicher Stadtplan I 9).

Beatrice Sendner-Rieger, Die Bahnhöfe der Ludwig-Süd-Nord-Bahn, 1989, 158-168; Jürgen Schiffler, 150 Jahre Eisenbahn München-Augsburg, 1991; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 96, 460 f.; Ernst Erhart, Eisenbahnknoten Augsburg, 2000.



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