Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Industrie- und Handelskammer für Augsburg und Schwaben

(IHK, Stettenstraße 1-3)

Von: Dr. Rudolf Frankenberger (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Gegründet mit Verordnung vom 19.9.1842 durch König Ludwig I. als Handelskammer für Schwaben und Neuburg. Erste Sitzung am 24.5.1843 im Augsburger Rathaus. Mit Verordnung vom 20.12.1868 trat an die Stelle von Versammlungen die ständige Körperschaft. Seit dem 12.9.1926 IHK. 1933 Gleichschaltung, 1942 Bildung der Gauwirtschaftskammer. Die erste frei gewählte Vollversammlung nach dem Krieg trat am 28.9.1948 zusammen. Die gesetzliche Mitgliedschaft der Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe wurde durch das Kammergesetz vom 18.12.1956 eingeführt, das auch die Aufgaben der IHK definiert: Wahrnehmung des Gesamtinteresses der ihr zugehörigen Gewerbetreibenden, Förderung der gewerblichen Wirtschaft unter abwägender und ausgleichender Berücksichtigung der wirtschaftlichen Interessen einzelner Gewerbezweige oder Betriebe. Dabei obliegt es ihr insbesondere, durch Vorschläge, Gutachten und Berichte die Behörden zu unterstützen und zu beraten sowie für die Wahrung von Anstand und Sitte ’des ehrbaren Kaufmanns’ zu wirken. Die Wahrnehmung sozialpolitischer und arbeitsrechtlicher Interessen gehört nicht zu ihren Aufgaben. Die IHK umfasst den Regierungsbezirk Schwaben ohne Stadt und Landkreis Lindau mit rund 70.000 Firmen. Diese finanzieren entsprechend den Beschlüssen der 100-köpfigen Vollversammlung die IHK mit ihren Beiträgen. Tochtergesellschaften sind die Gewerblich-Technische Bildungsstätte GmbH und das Management-Centrum Schloss Lautrach GmbH. Die IHK mit ihren derzeit 170 Mitarbeitern gibt die monatlich erscheinende Zeitschrift ’Bayerisch-Schwä­bische Wirtschaft’ heraus. Prä­sidenten: Ferdinand von Schaezler (1843-1854), Karl Ludwig von Forster (1855-1856), Albert von Hertel (1857-1900), P. von Schmid (1900-1919), Christian Diesel (1920-1934), Walter Gaulis Clairmont (1934-1937), Robert Eisenmeier (1938-1945), Otto A. H. Vogel (1945-1958), Georg Haindl (1958-1970), Willy-Werner Schwarz (1970-1974), Wilhelm Hübsch (1974-1975), Kurt Nill (1976-1979) und Hans Haibel (1979-1995). Seit Januar 1995 steht Hannelore Leimer der IHK als Präsidentin vor.

Wolfgang Zorn / Leonhard Hillenbrand, Sechs Jahrhunderte schwäbische Wirtschaft, 1969; 150 Jahre Industrie- und Handelskammer in Schwaben, 1993; Bayerisch-Schwäbische Wirtschaft 48 (1993) H. 5, 8-22; Deutsche Wirtschaftsarchive 1, 31994, 126.

IHK



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