Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Lang

Johann Georg, * um 1722 Böhmen, † 17.7.1798 Ehrenbreitstein/Koblenz, Komponist, Konzertmeister

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 25.6.2013)

  • Klavier- und Violinstudium an der Hohen Schule in Prag. Später auch Kontrapunktstudium während eines dreijährigen Italienaufenthalts in Neapel, wohl u. a. bei Francesco Durante. Ab 1746 Kammermusiker in der Hofkapelle von Fürstbischof Joseph Ignaz Philipp in Augsburg. 1760 Ernennung zum Konzertmeister. Nach der Wahl von Klemens Wenzeslaus von Sachsen zum Kurfürsten und Erzbischof von Trier und gleichzeitig zum Fürstbischof von Augsburg (1768) übersiedelte 1769 ein Teil der Augsburger Hofkapelle, darunter Hofkapellmeister Pietro Pompeo Sales und Konzertmeister Lang in die kurtrierische Residenz Ehrenbreitstein. 1783 betrug Langs dortiges Gehalt 533 Taler. 1794 wurde der kurtrierische Hof durch französische Revolutionstruppen vertrieben. Lang, der unverheiratet war, blieb jedoch bis zu seinem Tod in Ehrenbreitstein. Seine von der Mannheimer Schule und Wiener Vorbildern beeinflusste Instrumentalmusik (Sinfonien, Solokonzerte, Kammer- und Klaviermusik) war zu Lebzeiten des Komponisten beliebt und weit verbreitet. 1760 erschienen sechs Sinfonien bei Lotter in Augsburg.

Hans Rheinfurth, Der Musikverlag Lotter in Augsburg, 1977, 178 f.; Adolf Layer, Musikpflege am Hofe des Augsburger Fürstbischofs Joseph I. [...], in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 13 (1979), 138 f.; Neue deutsche Biographie 13, 1982, 540; Franz Krautwurst / Wolfgang Zorn, Bibliographie des Schrifttums zur Musikgeschichte der Stadt Augsburg, 1989; The new Grove dictionary of music and musicians 14, 22001, 234 f.; Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil 10, 22003, 1155 f.



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