Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Lauterlech

(Jakobervorstadt-Nord, Amtlicher Stadtplan K 8)

Von: Dr. Peter Stoll / Günther Grünsteudel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Der Straßenname geht auf den Ende des 16. Jahrhunderts beim Jakobertor in die Stadt geleiteten und seit 1809 überbauten Quellbach zurück. Der Name Lauterlech bezieht sich nach Haid auf dessen ’reines Quellwasser’, in Abgrenzung zu den ebenfalls als ’Lech’ bezeichneten Lechkanälen wie Vorderer (Liupoldslech), Mittlerer (Klessingeslech), Hinterer Lech (Geumüllerslech) und Sparrenlech. Im Mittelalter konnte in Augsburg jeder Bach als ’Lech’ bezeichnet werden, unabhängig davon, ob er vom Lech gespeist wurde oder Quellbach war. Am Lauterlech wurde das erste Stadttheater errichtet. Hier befand sich auch das städtische Holzlager, wo das von den Lechflößern (Flößerei) nach Augsburg gebrachte Holz zu Bauholz verarbeitet wurde. Bis 1937 wurde unterschieden zwischen Unterem Lauterlech (der heutige Lauterlech) und Oberem Lauterlech, der damals in den Jakobsplatz einbezogen wurde. Kriegszerstörungen und der Durchbruch der Pilgerhausstraße haben sein historisches Erscheinungsbild weitgehend zerstört.

Christoph J. Haid, Historische Nachweise über die ursprüngliche Benennung aller Straßen, Plätze, […] etc. in der Kreis-Hauptstadt Augsburg, 1833, S. 65 f.; Walter Groos, Beiträge zur Topographie von Alt-Augsburg, 1967, 3; Roswitha Mitulla, Spaziergang durch Alt-Augsburg, 1985, 81 f.



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