Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Marie Antoinette

* 2.1.1755 Wien, † 16.10.1793 Paris, Königin von Frankreich

Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Tochter Maria Theresias und Kaiser Franz’ I., seit 1770 verheiratet mit Ludwig (XVI.), dem späteren König von Frankreich. Auf ihrer Brautreise nach Frankreich (21.4.-5.7.1770) besuchte sie am 28.4. (ab 16.00 Uhr) und 29.4. (Abreise nach der Frühmesse) Augsburg und nächtigte als Gast von Fürstbischof Klemens Wenzeslaus in der Bischöflichen Residenz. Der Rat überreichte ihr als Gastgeschenk ein vergoldetes Reiseservice. Besuch der Franciscischen Akademie (Ehrenmitglied), des Rauner'schen Silbergewölbes und einer Aufführung von Voltaires ’Die drei Sultaninnen’ im Theater von St. Salvator. Gegen 22 Uhr begann auf Einladung des Bankiers Benedikt Adam Liebert in dessen Stadtpalais (Schaezlerpalais) der einzige Ball ihrer Reise: Marie Antoinette tanzte drei Menuette; anschließend defilierten Frauen und Töchter reicher Familien in Alt-Augsburger Trachten vor der Prinzessin (Umrissradierung Franz Thomas Webers, Kunstsammlungen Augsburg, Graphische Sammlung). Nach der Frühmesse und einem stillen Gebet in Heilig Kreuz fuhr der Brautzug weiter.

Gertrud Beck, Die Brautfahrt der Marie Antoinette durch die vorderösterreichischen Lande, in: Barock in Baden-Württemberg 2, 1981, 318 f.



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