Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Schadland

Johannes (I.), * um 1312 Köln, † 1.4.1373 Koblenz, Bischof von Augsburg 1371/72

Von: Prof. Dr. Georg Kreuzer (Stand: 27.08.2010)

  • Trat etwa 16-jährig in den Dominikanerorden ein und studierte ab 1329 Philosophie im Frankfurter Konvent. 1346/47 Lektor des Straßburger Klosters. Seit 1.5.1348 Inquisitor und 1359-1373 päpstlicher Kollektor für Deutschland. 1359 Bischof von Kulm, 1363 Bischof von Hildesheim, 1365 Bischof von Worms. Am 16.6.1371 von Papst Gregor XI. zum Bischof von Augsburg und zwei Tage später zum Administrator von Konstanz bestellt. Zog sich wohl bereits im Laufe des Jahres 1372 von seinem Augsburger Bistum zurück, wo er kaum Spuren hinterließ. Der vielbeschäftigte päpstliche Nuntius starb im Koblenzer Dominikanerkloster, in dessen Kirche er bestattet wurde. Verfasste einen ’Tractatus de virtutibus cardinalibus’.

Friedrich Zoepfl, Das Bistum Augsburg und seine Bischöfe im Mittelalter, 1955, 321-325; Gundolf M. Gieraths, Johannes Schadland O.P., Bischof von Worms, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 12 (1960), 98-128; Robert E. Lerner, The heresy of the free spirit in the later Middle Ages, 1972, 131 f.; Richard Kieckhefer, Repression of heresy in medieval Germany, 1979, 8, 23, 33 f.; Thomas Kaeppeli, Scriptores ordinis praedicatorum medii aevi 3, 1980, 9 f., 4, 1993, 171.



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