Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Thelott

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Aus Dijon stammende Künstlerfamilie, mit den Goldschmieden Christoph Andreas und Cornelis Daniel seit 1585 in Augsburg nachweisbar.
  • 1) Johann Andreas, * 10.4.1655 Augsburg, † 1734 Augsburg, Goldschmied, Zeichner, Kupferstecher. Ausbildung bei seinem Vater, Israel Thelott, 1687 Romreise. 1689 Meisterrecht in Augsburg, ab 1695 Werkstatt am Kitzenmarkt. Führte als Meistermarke neben der Signatur einen Anker. Schuf insbesondere getriebene figürliche Reliefs als Teil größerer Goldschmiedearbeiten oder als selbstständige, erzählende Bilder. Das Maximilianmuseum verwahrt sein Meisterstück, einen Deckelpokal (1689). Sein Sohn und Schüler, der Kupferstecher Jakob Gottlieb (* 1708 Augsburg, † 1760 Augsburg), lieferte vor allem Andachtsblätter.
  • 2) Johann Paul, * um 1758 Augsburg, † 1804 Augsburg, Kupferstecher. Sohn des Stechers Johann Gottfried Thelott. Tätig u. a. auch als Lehrer an der Reichsstädtischen Kunstakademie Illustrierte u. a. Taschenkalender für den Augsburger Verlag Ebner.
  • 3) Ernst Karl Gottlieb, * 6.6.1760 Augsburg, † 24.9.1834 Düsseldorf, Maler, Kupferstecher. Bruder von 2). Nach Studien an der Reichsstädtischen Kunstakademie seit Anfang der 1780er Jahre in Düsseldorf. 1785 dort ’Akademiepreis für Zeichnung’, 1803 Professor der Kupferstichkunst.
  • Thelottstraße (Rosenau- und Thelott-Viertel, Amtlicher Stadtplan I 9).

Georg K. Nagler, Neues allgemeines Künstlerlexikon 20, 21912, 469; Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler 32, 1938, 591-593; Heidi Prael-Himmer, Der Augsburger Goldschmied Johann Andreas Thelott, 1978; Silber und Gold, 1994, 379-402; XVI.

Deckelpokal von Johann Andreas Thelott



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