Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Tiberius

(Tiberius Claudius Nero, als Kaiser Tiberius Caesar Augustus), * 16.11.42 v. Chr. Rom, † 16.3.37 n. Chr. Misenum, römischer Kaiser 14-37 n. Chr.

Von: Prof. Dr. Wolfgang Kuhoff (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Im Jahr 15 v. Chr. (zum Datum Horaz) befehligte Tiberius zusammen mit seinem Bruder Drusus die römischen Truppen, die auf Anordnung ihres Stiefvaters, des Kaisers Augustus, die mittleren nördlichen Alpen und das Voralpenland eroberten. Tiberius und seiner Heeresgruppe gelang es, von Gallien aus zum Bodensee vorzustoßen und hier mit den Einheiten des Drusus die feindlichen Räter und Vindeliker zu besiegen. 17 n. Chr. befahl Kaiser Tiberius die Beendigung der Germanenfeldzüge seines Neffen und Adoptivsohnes Germanicus, was wahrscheinlich zur Auflassung des ca. 9 v. Chr. am Zusammenfluss von Lech und Wertach errichteten Militärlagers führte (Augusta Vindelic(or)um).
  • Tiberiusstraße (1973, Inningen, Amtlicher Stadtplan G 14).

P. Cornelius Tacitus, Annales II 26, 2-5 (weitere Quellen siehe Augustus); Hans-Jörg Kellner, Die Römer in Bayern, 21972, 21-26; Konrad Kraft, Gesammelte Aufsätze zur antiken Geschichte und Militärgeschichte, 1973, 216-233; Bernhard Overbeck, Raetien zur Prinzipatszeit, in: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt 2.5.2, 1976, 661-669; Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, 21985, 18-33; Siegmar von Schnurbein, Die Funde von Augsburg-Oberhausen und die Besetzung des Alpenvorlandes durch die Römer, in: Forschungen zur provinzialrömischen Archäologie in Bayerisch-Schwaben, 1985, 15-43; Franz Schön, Der Beginn der römischen Herrschaft in Rätien, 1986; Gunther Gottlieb, Cambodunum - eine Stadt in der Provinz Raetia, in: Geschichte der Stadt Kempten, 1989, 9-13.



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