Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Truchsess von Waldburg

Otto, * 25.2.1514 Schloss Scheer/Saulgau, † 2.4.1573 Rom, Bischof von Augsburg 1543-1573

Von: Prof. Dr. Peter Rummel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Studium in Tübingen, Padua und Bologna. Erwarb zahlreiche Kanonikate in süddeutschen Domkapiteln, u. a. 1525 in Augsburg. Seit 1537 Diplomat in kaiserlichem und päpstlichem Dienst. 1543 Priester- und Bischofsweihe in Dillingen, seit 1544 Kardinal. Seit 1552 Fürstpropst von Ellwangen. Sein Ziel war es, mit dem 1559 als Domprediger berufenen Petrus Canisius die Trienter Beschlüsse im Bistum Augsburg zu verwirklichen. 1549/53 Errichtung der Universität Dillingen (samt Druckoffizin), die 1563 den Jesuiten übergeben wurde. 1567 erste nachtridentinische Bistumssynode auf deutschem Boden in Dillingen. 1552 an der Gründung des Collegium Germanicum in Rom und 1568 an der Errichtung der Congregatio Germanica an der Kurie beteiligt. Großzügiger Kunstmäzen; seine aufwendige Hofhaltung führte zur Verschuldung des Hochstifts und zu erheblichen Differenzen mit dem Domkapitel. Grab in der Dillinger Studienkirche.

Friedrich Zoepfl, Das Bistum Augsburg und seine Bischöfe im Reformationsjahrhundert, 1969, 173-463; Peter Rummel Die Augsburger Diözesansynoden, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 20 (1986), 34-46; Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1448-1648, 1996, 707-710.

Otto Truchseß von Waldburg



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