Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Wallbaum

Matthäus (Matthias, auch Walbaum, Waldbaum), * um 1554 Kiel, † 10.1.1632 Augsburg, Goldschmied

Von: Dr. Hannelore Müller (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Lernte ab 1569 zunächst in Lübeck, seit etwa 1579 in Augsburg nachweisbar, dort 1582 Geselle (bei Hans Zipperle, Christoph Behem, Isaac Sal und Georg Sigmann), Meister 1590. Arbeitete für den bayerischen Hof. 1610-1617 an den Arbeiten zum Pommer'schen Kunstschrank beteiligt, für den er die Statuetten der sechs Musen und die Bekrönungsgruppe des Parnass schuf. Von ihm stammen mehrere Trinkspiele mit einer auf einem Hirsch sitzenden Diana. In seiner sehr produktiven Werkstatt entstanden vorwiegend Arbeiten, bei denen Ebenholzkerne mit figürlichen Silberreliefs kombiniert und mit ornamentalen Silberappliquen dekoriert wurden, wie Schreib- oder Toilettenkästchen oder Hausaltäre und Reliquiare.

Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler 35, 1942, 95 f.; Regina Löwe, Die Augsburger Goldschmiedewerkstatt des Matthias Wallbaum, 1975; Welt im Umbruch 2, 1980, 393-398; Bosls bayerische Biographie, 1983, 820; Helmut Seling, Die Kunst der Augsburger Goldschmiede 1529-1868 3, 1980, 111-113; Silber und Gold, 1994, 26.



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