Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Zentralkaufhaus

(Bürgermeister-Fischer-Straße 9)

Von: Christine Werkstetter / Redaktion (Stand: 22.11.2011)

  • Im September 1906 eröffnete Hugo Landauer ein ’Geschäft in Manufakturwaren’, das ab 1907 als ’Textil-Einzelhandelsunternehmen Brüder Landauer’ firmierte. 1912 Errichtung des Königsbaus. Um 1928 führendes Kaufhaus in Augsburg und Schwaben. Nach dem Boykottaufruf gegen jüdische Geschäfte, bei dem der ’Landauer’ an erster Stelle stand, übergaben die Inhaber 1934 das Kaufhaus an Albert Golisch, dem sie später auch das Stuttgarter Stammhaus zum Kauf anboten; dieser leitete es nun zusammen mit Carl Lentze und Albin Röhler als ’Zentralkaufhaus Albert Golisch & Co., Haus für Bekleidung und Ausstattung’. Im Februar 1944 wurde das Zentralkaufhaus zerstört; Wiederaufbau ab 1949; 1957 erste Rolltreppe Augsburgs. 1974 Verbindung zwischen Haupthaus und Königsbau. 1978 Umbau des Lichthofs, 1989 Totalumbau, Verpachtung des Königsbaus (K & L Ruppert) und Umfirmierung in eine GmbH. 1994 180 Mitarbeiter. Zum 1. Juli 2000 Vermietung des Haupthauses durch die 'Zentralkaufhaus Albert Golisch GmbH & Co Grundstücks- und Beteiligungs-KG' an die Kaufhof Warenhaus AG, die die verbliebenen 140 Mitarbeiter des Zentralkaufhauses übernahm.

Gernot Römer, Schwäbische Juden, 1990, 117-121; Alte Firmen der Stadt und der Wirtschaftsregion Augsburg, 1993, 286 f.



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