Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Weber

Wilhelm, * 16.11.1859 Bruchsal/Baden, † 14.10.1918 Augsburg, Pianist, Dirigent

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 02.03.2011)

  • Sohn des Notars und Bürgermeisters Jakob Weber. Studierte nach dem Abitur in Freiburg zunächst Jura und Philosophie in Heidelberg, ehe er sich 1880 gegen den Willen des Vaters zu einem Musikstudium am Stuttgarter Konservatorium entschloss. Seit 1.10.1884 Lehrer für Klavier an der Augsburger Musikschule (Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg), der er seit 1905 als Direktor vorstand. Seit Herbst 1892 leitete er in Nachfolge Hans Michael Schletterers den Oratorienverein, der in seinen Konzerten nicht nur groß besetzte geistliche Kompositionen, sondern auch Orchesterwerke und Kammermusik zur Aufführung brachte. Seit dem Ende der 1890er Jahre kam es auf Vermittlung Webers zu einer engen Zusammenarbeit mit dem Kaim-Orchester, den heutigen Münchner Philharmonikern. Er war es auch, der für die Abonnementskonzerte berühmte Dirigenten wie Richard Strauss, Felix Weingartner und Bruno Walter oder Klaviermeister wie Sofie Menter und Eugen d’Albert nach Augsburg brachte.

Augsburger Rundschau 1 (1918/19), 30-33; Paul Frank / Wilhelm Altmann, Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon 141936, 673; 90 Jahre Oratorienverein Augsburg, 1956; 100 Jahre Oratorien-Verein Augsburg, 1966; Günther Grünsteudel, „Cantate Domino canticum novum“. Zur Geschichte der Musikpflege bei St. Anna, in: St. Anna – eine Kirche und ihre Gemeinde, 2011 [in Vorbereitung].



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